Der 5. und 6. Tag

So, nun melde ich (Bernhard) mich mal zu Wort. Immerhin arbeite ich im Mediencenter und da gibt es schon ein paar Sachen die der Robert noch nicht erwähnt hat. Er hat ja schon so im Großen und Ganzen geschildert was hier so in Israel abgeht und wie die Leute so drauf sind. Nun schreib ich mal ein bisschen.

Also der Tag 5 in Israel (unser 3. Arbeitstag) begann ganz normal: Aufstehen so gegen halb 8 und dann in das Rutenberg I. frühstücken gehen bis 8.30 Uhr. Währendessen kommt Sina um uns auf hebräisch "Guten Morgen" beizubringen und schreit somit mehrmals hintereinander "Bòker Tow" (keine Ahnung ob das richtig geschrieben ist) bis wir es erwiderten und sie somit zufrieden stellten. Nach dem Frühstück ging es gleich noch in die Küche um abwaschen zu helfen und das Gedeck für das Mittagessen vorzubreiten. Hieraus erkennt man auch schon, dass ich nicht nur im Mediencenter arbeite sondern auch manchmal in der Küche und vielleicht auch mal im Garten da es mit unseren neuen Generation von Freiwilligen nur noch zwei solche Stellen gibt und somit die Aufgaben mehr durchmischt sind. Früher waren 4 Freiwillige beschäftigt. 3 im German Office und einer im Mediencenter. Aber durch die andauernde Intifada und dem neuen Chef des Rutenberg I., der nicht wirklich ein Fan vom Mediencenter ist und der auch nicht wirklich weiß, was er will, gibt es halt nicht mehr so viel zu tun, um so viel Freiwillige zu beschäftigen.

Jetzt zu meiner Arbeit im Mediencenter: Zur Zeit arbeite ich noch mit Jonas, den ich für das nächste Jahr ablösen werde, zusammen. Er ist noch um die 2 Wochen hier um mich in der Arbeit anzulernen. Mein "Chef" ist Amir. Ein eigentlich ganz cooler Typ, der voll lässig drauf ist und der, wenn man ihn irgendwie fragt, ob es etwas zu tun gibt, sagt, ja mach mal nen ruhigen... . Da kann absolut kein Stress aufkommen. Richtig spannend wir es eh erst, wenn die Schule wieder beginnt, denn da kommen immer Schulklassen nach der Schule in das Mediencenter, um an irgendwelchen Projekten zu arbeiten. Zur Zeit ist so Videokassettensortieren angesagt, wobei man gediegen Kaffee oder schwarzen Tee trinken kann um irgendwie Munterzubleiben. Ab und zu kommen mal Leute vorbei, die Equipment ausleihen wollen, aber das passiert nicht so oft. Wen ich im Mediencenter noch erwähnen muss: Jackie, eine ganz nette Dame, die neben Amir auch Kinder bei Video- und Multimediaprojekten betreut. Zu ihr muss man unbedingt sagen, was auch Jonas schon unterstrich, dass, wenn man sich in ihrer Nähe befindet, sie sofort eine Aufgabe für einen hat, manchmal auch total nichtige Sachen. Aber gegen Langeweile ist sie eine super Heilmittel ;-)

Was ich eigentlich heute am 5. Tag gemacht habe: Die anstrengenste Aufgabe war eigentlich, ein Regal aus Jackies alten Büro in ihr neues zu transportieren. Sonst muss man wirklich sagen dass hier nicht viel los ist, auch weil gerade Schulferien sind. Sonst hat mir der Jonas noch einige Sachen rund um das Mediencenter erklärt.

Abends ging auch nicht mehr viel. Wir hatten uns mal wieder einen super Sandwich von der Sandwich Bar genehmigt, um den auf der Luis Promenade zu verspachteln. Hmmm... war das lecker.

Nun noch etwas zum 6. Tag: Der lief eigentlich ganz ähnlich ab. Diesmal musste ich aber nicht nach dem Frühstück mit in die Küche. Jonas und ich sind gleich ins Mediencenter. Erst einmal alle Räume checken und dann Pause... wie gesagt nicht viel los. Tja dann irgendwann haben wir noch einen Schlüssel nachmachen lassen und dann gab es Mittag. Später ging es ans Video sortieren, was sich zum Teil als schwierig erwies, da man die hebräischen Buchstaben nicht entziffern kann. Also ging es erst einmal nur an die deutschen und englischen Videos, die mehr oder weniger interessantes zum Vorschein brachten.

Dann waren wir auch schon am Ende des Arbeitstages. Noch schnell die Homepage geupdatet und dann ab nach Hause in die Molada, ausspannen. Irgendwann abends sind wir noch raus um das erste mal hier in Israel das Bier zu kosten. Damit setzten wir uns an die Luis Promenade mit einem wunderbaren Blick über Haifa. Wir diskutierten über Gott und die Welt bis es an der Zeit war ins Bett zu fallen. Noch was zum Bier: Maccabee (schreibt man das so ?) Man kann es wirklich nicht verachten. Zwar nicht ganz ein Ersatz für das deutsche Bier, aber immerhin.

Vielleicht noch etwas: Ganz am Anfang viel mir gleich auf, dass viele Israelis ein Problem mit meinem Namen haben. Der ist einfach zu lang. Vielleicht fällt jemanden ein Kürzel ein. (passenden bitte ins Gästebuch ;-)

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